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Soli-Demo für den Widerstand in der Türkei!

Bündnisaufruf:
Für ein Ende der Staatsgewalt in der Türkei‭ ‬-‭ ‬Solidarität mit dem Taksim-Widerstand‭!
 
Seit drei Wochen finden in der Türkei massive Proteste statt.‭ ‬Angefangen haben diese,‭ ‬als sich vor allem UmweltschützerInnen gegen den Bau eines Einkaufszentrums im Gezi-Park,‭ ‬einem der letzten Grünflächen in Istanbul,‭ ‬zur Wehr setzten.‭ ‬Durch das brutale Vorgehen der Polizei gegen die DemonstrantInnen weitete sich der Widerstand nicht nur in Istanbul aus,‭ ‬sondern erfasste fast die gesamte Türkei.‭ ‬In mehr als‭ ‬70‭ ‬Städten schlossen sich Menschen den Protesten an.‭
Am Samstag,‭ ‬den‭ ‬15.‭ ‬Juni,‭ ‬wurde das von den AktivistInnen errichtete Camp im‭  ‬Gezi-Park von der Polizei gestürmt und Tränengas,‭ ‬Knallpatronen,‭ ‬Wasserwerfer sowie teilweise sogar scharfe Munition bei der Räumung des Camps eingesetzt.‭ ‬Auch wurde eine improvisierte Krankenstation von der Polizei angegriffen.‭  

Seit dem Beginn der Proteste wächst die Zahl der Toten und Verletzten stetig.‭ ‬So sind offiziellen Zahlen zufolge mindestens fünf Menschen in deren Zuge gestorben,‭ ‬mehr als ein Dutzend schwerverletzt und‭ ‬7‭ ‬000‭ ‬verletzt.‭ ‬Auch gibt es dutzende Festnahmen,‭ ‬darunter auch Anwälte oder Ärzte,‭ ‬welche zuvor DemonstrantInnen behandelt hatten.‭ ‬Statt endlich einzulenken,‭ ‬droht die Regierung inzwischen sogar offiziell damit,‭ ‬das Militär gegen die DemonstrantInnen einzusetzen.
In der Türkei sieht man aktuell deutlich,‭ ‬wie Meinungs-‭ ‬und Pressefreiheit mit Füßen getreten und demokratische Grundrechte missachtet werden.‭ ‬Während der Ministerpräsident Erdogan noch einen Tag zuvor behauptete,‭ ‬die Entscheidung des Baues einem Gericht sowie einem Referendum zu überlassen,‭ ‬war ihm das einen Tag später egal,‭ ‬als er den Räumungsbefehl erließ.‭ ‬Außerdem hatte der Bürgermeister Istanbuls mehrfach geäußert,‭ ‬dass es keinen Angriff auf das Camp geben würde.‭
GewerkschafterInnen,‭ ‬AktivistInnen aus der Schwulen-‭ ‬und Lesbenbewegung,‭ ‬StudentInnen,‭ ‬Revolutionäre,‭ ‬KurdInnen,‭ ‬AlevitInnen,‭ ‬Fußballultras und weitere Menschen mit verschiedenen Nationalitäten,‭ ‬Religionen und Spektren gehen aktuell in der Türkei auf die Straße.‭ ‬Ihre Gründe für den Protest wurden mittlerweile bei vielen von einem Protest gegen ein Bauprojekt,‭ ‬auf die Forderung nach Demokratie,‭ ‬mehr Freiheit sowie das Recht auf Versammlungsfreiheit erweitert.‭
 
Zeigen wir uns solidarisch und unterstützen wir die türkische Bevölkerung in ihren Protesten‭!
 
Taksim ist überall,‭ ‬Widerstand ist überall‭!
Kommt am Samstag zur Demonstration‭!
Hoch die internationale Solidarität‭!
 
Samstag,‭ ‬22.‭ ‬Juni‭ | ‬14‭ ‬Uhr Lautenschlagerstr.‭ | ‬Stuttgart

Meldungen

Erklärung von Fabio - Freiheit für alle politischen Gefangenen

Frau Richterin, Frau Schöffin, Herr Schöffe, Frau Staatsanwältin, Herr Jugendgerichtshelfer,

Sie müssen heute über einen Mann urteilen. Sie haben ihn als „aggressiven Kriminellen“ und als „respektlos gegenüber der Menschenwürde“ bezeichnet. Mich persönlich kümmert es nicht, mit welchen Attributen Sie mich benennen. Ich bin nur ein Junge mit einem starken Willen. Weiter

 

Demonstration zum Welt-Kobane-Tag in Stuttgart

Einige hundert Menschen beteiligten sich am 1. November - dem Welt-Kobane-Tag - an einer Solidaritätsdemonstration in Stuttgart. Einen Bericht mit Bildern gibt es hier

 

Audio-Mitschnitt einer Infoveranstaltung zur Widerstandsbewegung in der Türkei

Ein Redakteur vom re:volt Magazin hat beim letzten Café International der Initiative Kurdistan-Solidarität Stuttgart einen Vortrag zur Widerstandsbewegung in der Türkei gegen die Präsidialdiktatur von Erdogan gehalten. Den Audio-Mitschnitt der interessanten Veranstaltung gibts jetzt hier online zum nachhören.

 

Nazis in den Kofferraum – Gedenkveranstaltung für Nazis nicht ungestört von statten gehen lassen!

In der Nacht auf den 21.10.2017 wurde im Vorfeld einer Gedenkveranstaltung für Hanns Martin Schleyer der Boden vor der Alten Reithalle, in der die Veranstaltung statt fand, mit seiner NS-Mitgliedsnummer und dem Spruch "Täter, kein Opfer" markiert. Die Veranstaltung wurde vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. - Südwestmetall organisiert und der ehemalige SS-Untersturmführer sollte als Verfechter der sozialen Marktwirtschaft und Sozialpartnerschaft gewürdigt werden. Bericht

 

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