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Antifaschistischer Aktionstag am 20. August in Wunsiedel und Widerstand gegen Nazi-Aufmärsche

Nachdem der Aufmarsch von Neo-Nazis am Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess in Wunsiedel 1990 aufgrund massiver antifaschistischer Proteste zunächst verboten wurde, wurde er von 2001bis 2004 wieder erlaubt. Er hatte sich seitdem zum wichtigsten Event für die deutsche und europäische Naziszene entwickelt. Im letzten Jahr nahmen mehr als 4000 Nazis daran teil.

In diesem Jahr gab es aus dem ganzen Bundesgebiet und aus anderen europäischen Ländern antifaschistische Mobilisierungen nach Wunsiedel. Linke und antifaschistische Organisationen, Gewerkschaftsgruppen und ehemalige WiderstandskämpferInnen riefen zu vielfältigen Protesten auf.
Der Aufmarsch der Nazis wurde schliesslich in Wunsiedel verboten, der antifaschistische Aktionstag wurde aber dennoch dort durchgeführt. Etwa 2000 Menschen beteiligten sich an der Demonstration der Kampagne NS-Verherrlichung stoppen. Auf der Bühne gab es neben einem Musik-Programm auch verschiedene Reden, u.a. von ehemaligen Widerstandskämpfern.

Die Nazis versuchten in mehreren Städten Ersatzveranstaltungen durchzuführen, wurden aber überall mit antifaschistischen Protesten konfrontiert. So wurde in Nürnberg nur eine Kundgebung der Nazis erlaubt, während der Aufmarsch dank der antifaschistischen Mobilisierung nicht genehmigt wurde. Die Polizei konnte dort nicht ausreichend viele Kräfte zusammenziehen und musste so den Aufmarsch wegen "Polizei-Notstand" verbieten.
Auch in Berlin kam es zu Protesten gegen einen Aufmarsch der Nazis und zu einer antifaschistischen Spontan-Demonstration mit mehreren hundert TeilnehmerInnen.


Das antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart teilte seine Mobilisierung und fuhr mit einem Bus nach Nürnberg um dort die Aktivitäten gegen die Nazis zu unterstützen, eine Delegation nahm aber auch an der antifaschistischen Demonstration in Wunsiedel teil.

Alles in allem war der Tag ein Schritt in die richtige Richtung, die Nazis immer und überall daran zu hindern die NS-Verbrechen zu verherrlichen. Der 20. August war in diesem Jahr klar von den antifaschistischen Aktivitäten dominiert, was auch ohne das Verbot der Nazi-Demonstration in Wunsiedel der Fall gewesen wäre.


 

Homepage der bundesweiten Kampagne:
ns-verherrlichung-stoppen.tk >>>

Meldungen

Aktionen gegen den Tag der Bundeswehr

Am 09. Juni fand an 16 Standorten in Deutschland der Tag der Bundeswehr statt. In mehreren Städten gab es Antikriegsaktionen gegen diese Propagandaveranstaltung. In Mannheim beteiligte sich das OTKM Stuttgart an Protesten vor Ort. Bericht und Bilder

 

Roter Teppich für Rechte

Etwa 350 Menschen folgten am 12. Mai 2018 dem Aufruf vom Bündnis "Stuttgart gegen Rechts" und beteiligten sich an einer Kundgebung mit anschließenden Protesten in Stuttgart-Feuerbach. Anlass unserer Mobilisierung war die kurzfristig anberaumte Kundgebung der AfD-Jugendorganisation (JA) am Wilhelm-Geiger-Platz gegen den geplanten DITIB-Moscheeneubau im Feuerbacher Industriegebiet. Bericht

 

Video Nachtrag zur Aktion gegen die faschistische Pseudogewerkschaft "Zentrum Automobil"

Hier noch ein Video-Nachtrag zu einer Aktion Anfang März. Nach den Betriebsratswahlen in Untertürkheim wurde in der Nacht auf den 7. März der Sitz des Vereins „Zentrum Automobil“ in Stuttgart – Untertürkeim mit Farbbeuteln und Parolen markiert. Zum Video

 

Solidarität mit Efrîn – Reflexion unserer Praxis

Die Initiative Kurdistan-Solidarität hat eine Reflexion zu den lokalen und bundesweiten Solidaritäsaktionen der letzten Wochen verfasst. Weiter

 

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